Albera Nationalpark

Tal im Albera Nationalpark

Albera Nationalpark

Nur wenige Kilometer von Ampuriabrava entfernt, erheben sich bereits sanfte Hügel. Folgt man den herrlichen Wanderwegen, bemerkt man bald, dass sich die Landschaft wandelt. Zunächst durchwandern wir noch eine mediterrane Küstenzone mit entsprechender Flora und Fauna. Allmählich nimmt die Vegetation und auch das Landschaftsbild alpine Formen an. Unter strahlend blauem Himmel erheben sich die bis zu 1000 Meter hohen Gipfel der Pyrenäenausläufer. Am Cap de Creus fallen die Berge dann förmlich ins Meer.

Die gesamte Landschaft wurde 1986 als Nationalpark ausgewiesen und steht seither unter dem besonderen Schutz der katalanischen Regierung. Sie trägt den Namen Paratge Natural Serra de l‘ Albera. Seit dem Pyrenäenfrieden von 1659 bilden die Albera-Bergkämme die spanisch-französische Grenze.

Im Frühjahr werden viele Wanderwege von weitläufigen Mohnfeldern gesäumt. Sie stehen im wunderbaren Kontrast zum azurblauen Himmel.

Auch die Tierwelt unterscheidet sich deutlich von der Fauna tiefer liegender Gebiete. Am Himmel kreisen Adler und in der Dämmerung gehen Uhus auf Mäusejagd.

Im niederen Gehölz rascheln Wildschweine. Dachs und Ginsterkatzen durchstreifen in der Dämmerung ihre Reviere.

Hier in den Albera-Bergen findet man die letzten noch frei lebenden mediterranen Schildkröten. Die Chance, ein Exemplar dieser Spezies in freier Wildbahn zu sehen, ist relativ gering. Auf einen Hektar Land kommen rechnerisch nur 3 dieser scheuen Tiere. Da ihr Bestand erheblich gefährdet ist, wurde unweit von Garriguela ein kleines Zentrum zur Zucht und Wiederansiedlung dieser Reptilien errichtet. Ein Besuch lohnt sich.

Ca. 200 wild lebende Albera-Rinder und ein kleiner Bestand an Mufflons ernähren sich hier von der spärliche Vegetation.

Die Wanderungen in den Albera-Bergen sollte man nicht unterschätzen. Zum einen legen Sie relativ schnell beachtliche Höhenmeter zurück, zum anderen kann die Sonne schon deutliche Spuren hinterlassen (Wasser und Sonnenschutz nicht vergessen!).

Nicht selten trifft man bei seinen Wanderungen auf Mountain-Biker, die solche Bergtouren lieben, zumal die Wege auch für die Biker gut präpariert sind..

Mit dem PKW erreichen Sie von Ampuriabrava aus schöne Wanderwege schon in 20 Minuten. Obwohl wir noch keine schlechten Erfahrungen gemacht haben, sollte man keine Wertgegenstände im Fahrzeug zurück lassen.

Bei Ihrer Fahrt durch die Berge erkennen Sie sehr schnell, dass Sie sich in der bekanntesten Wein- und Olivenanbauregion der Costa Brava befinden. Rebfelder und Olivenhaine säumen abwechselnd den Weg.

In Espolla holen wir uns während unserer Urlaube den köstlichen Garnatxa, den wir sowohl als Aperitif, als auch als Dessertwein lieben.

Unsere Urlaubsrotweine erstehen wir im Nachbarort Capmany. Wir bevorzugen den kräftigen Negre, der aus der Carinyena-Rebe gekeltert wird. In diesem typischen Albera-Örtchen kann man auch verschiedene Sektkeltereien besuchen und sich über die Produktion des Cava informieren – natürlich schließt sich eine Sekt- und Weinverkostung an.

In keiner anderen Region Kataloniens findet man so viele megalithische Bauwerke wie hier in den Albera-Bergen. Über 100 Dolmen und an die 20 Menhire sind steinerne Zeugen, dass die Albera-Region bereits seit frühester Zeit besiedelt war.

Im Naturpark findet man einige Ruinen von Schlössern aus dem 14. und 15. Jhd. sowie eine Vielzahl romanischer Baudenkmäler. Hierzu gehören kleine Kapellen, Kirchen und Klöster. Eines der bekanntesten dieser sakralen Bauwerke ist das im 10. Jhd. gegründete alte Benediktinerkloster Sant Quirze de Colera. Es liegt in einem kleinen Tal unweit eines erfrischenden Baches.

Im naheliegenden „Corral“ (Pferdestall) wird ein feines kleines Restaurant geführt, welches die beste Butifara (katalonische Bratwurst) im gesamten Emporda servieren soll. Wir haben es getestet und können uns dieser Meinung nur anschließen. Die Preise sind sehr moderat und wenn man nur Durst hat, kann man auch ein gezapftes kühles Bier bestellen.