Garrotxa

Unweit der herrlichen Strände der Costa Brava erhebt sich die Landschaft zum Landesinneren hin. Auf gut ausgebauten Straßen führt die Fahrt über sanfte Hügel in Richtung Andorra. Bevor man die Hochebene der Pyrenäen erreicht, durchquert man die Garrotxa.

Die Garrotxa ist das größte Vulkangebiet auf der Iberischen Halbinsel. Die katalanische Regierung reagierte nach der Übertragung ihrer Teilautonomie schnell und richtig: 1982 wurde der Garrotxa-Vulkanpark als Naturreservat ausgewiesen.

Etwa 30 erloschene Vulkane bieten ein grandioses Panorama. Der für diese Gegend typische graue Granit ist die vorherrschende Gesteinsart in diesem Gebiet. Sie finden dieses Grau in den Mauern der Bauernhäuser wieder.

Auch wenn diese Region kaum noch unter dem Einfluss der feuchten Atlantikwinde steht, fällt hier übers Jahr doppelt so viel Regen wie in den umliegenden Gebieten. Diese Regenfälle aber sind es, die im Zusammenspiel mit der gehaltvollen Vulkanerde eine üppige Vegetation erzeugen. Von Frühjahr bis Herbst dominiert hier saftiges Grün in allen Schattierungen.

Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten finden in den Wäldern und auf den Wiesen hervorragende Lebensbedingungen. Herrliches Vogelgezwitscher begleitet uns auf unseren Wanderungen entlang der kleinen Quellflüsschen und durch die Täler der Garrotxa.

Bereits bei Besalù (58 Kilometer westlich Ampuriabravas) verändert die Landschaft deutlich Ihr Gesicht. Die sanften Erhebungen verraten bereits einiges über die geologische Entwicklung des Gebietes.

Nach weiteren 40 Kilometern erreichen wir Sant Joan de les Abadesses, bereits ein typischer Pyrenäenort. Im Zentrum des Städtchens finden wir die Kirche Sant Joan, die früher zu einem Kloster gehörte. Ein schweres Erdbeben im Jahre 1428 und der spanische Bürgerkrieg Mitte des vorigen Jahrhunderts führten zu erheblichen Schäden. Heute zeigt sich die Kirche mit leicht verändertem Antlitz.

Im Inneren finden wir auf dem Hauptaltar das wohl bedeutendste Kunstwerk, die geschnitzte Kreuzabnahmegruppe (um 1250).

In der Mittagszeit nehmen wir einen Cappuccino auf der kleinen Rambla, dann führt uns die serpentinenreiche Fahrt zurück nach Ampuriabrava.

Nach gemütlicher Fahrt kommen wir nach gut anderthalb Stunden in unserer Ferienwohnung an.