Peratallada + Palau-Sator

Etwas abseits der Küste, in sanftwelliger, landwirtschaftlich genutzter Umgebung -zwischen Pals und La Bisbal, finden wir Mittelalter pur.

Peratallada – der Ortsname ist von „Petra Tallada“ abgeleitet und bedeutet „gemeißelter Stein“. Wenn man die kleine Brücke am Eingang der Siedlung überquert und die Stadtmauer mit ihrem Festungsgraben, der aus dem blanken Fels gehauen wurde, bestaunt – spätestens dann tauchen Sie in die Welt des Mittelalters ein.

Das verwinkelte Gewirr der kleinen, sich heftig windenden Gassen … wie im Märchen! Steinerne Bögen überspannen das von den Räder schwerer Karren in Jahrhunderten zerfurchte Pflaster der engen Sträßchen. Hinter der nächsten Biegung glänzen die Blätter einer sich tief neigenden Trauerweide im Abendlicht. Ein kleiner schwarzer Hund trottet ein Stück des Weges mit uns.

Peratallada sollte man am späten Nachmittag besuchen. Wenn kaum mehr Touristen durch die kleinen Gassen schlendern und sich die Sonnenstrahlen scheinbar in den Sandstein der Häuser eingraben. Um diese Zeit verzaubert dieses einzigartig warme Licht den kleinen Ort.

Jetzt noch einen Espresso auf der Plaça del Castell, im Zentrum des verträumten Dörfchens. Nachdem es die letzten Sonnenstrahlen nicht mehr über die Dächer der die Plaça schaffen, zahlen wir und brechen den Heimweg an.

Wer allerdings gerne noch in gepflegter Atmosphäre zu Abend essen möchte, kann sich natürlich auch hier verwöhnen lassen.

Nur ca. 4 Kilometer von Peratallada entfernt, lohnt auch ein kurzer Abstecher nach Palau-Sator. Ebenfalls ein kleines Wehrdörfchen, allerdings nicht ganz so verträumt wie Peratallada. Wenn Sie aber noch ein knappes Stündchen Zeit haben, schauen Sie sich das Örtchen einfach mal an. Nicht nur der Glockenturm macht einen Besuch interessant.

Für die 46 Kilometer von Ampuriabrava nach Peratallada benötigen Sie ca. 45 Minuten. Unterwegs finden Sie einige Keramikgeschäfte, die den Heimweg dann doch länger dauern lassen.