Sant Pere de Rodes

Sant Pere de Rodes

Sant Pere de Rodes

Das ehemalige Benediktinerkloster Sant Pere de Rodes wurde im Jahre 879 erstmals urkundlich erwähnt. Es liegt in 600 Meter Höhe in traumhafter Lage, mitten im Naturpark Cap de Creus. Umgeben von schroffen Felsen und karger Landschaft thront es hoch oben über der Bucht von El Port de la Selva. Allein für diesen Ausblick lohnt sich die kurvige Fahrt auf einer gut ausgebauten kleinen Straße durch den Naturpark.

Oberhalb des Klosters findet man die Ruine des Castells Sant Salvador de Verdera. Ein Aufstieg lohnt sich wegen des einmaligen Panoramablickes.

Bereits nach wenigen Jahren wurde das Monastir unabhängig. Wichtige und vermögende Pilger überhäuften das Kloster mit großzügigen Spenden, so dass die Benediktiner neben sonstigen Gütern auch große Ländereien erwarben und Personal aus den umliegenden Dörfern rekrutieren mussten. Der rege Handel der Mönche führte dazu, dass die gesamte Region eine nie gekannte wirtschaftliche Blüte erlebte. Mit dem wirtschaftlichen Erfolg ging nach einiger Zeit allerdings auch der Sittenverfall der Mönche einher. Sie vernachlässigten zusehends ihre religiösen Pflichten. Dies hatte zur Folge, dass immer weniger wohlhabende Pilger kamen. Der wirtschaftliche Niedergang wurde durch häufige Überfälle auf das Kloster forciert. Letzteres erklärt sicher auch den wehrhaften Charakter des Bauwerks.

Der Ruin des Klosters war nicht mehr aufzuhalten. Die Mönche verarmten und mit ihnen auch die Grafschaft. Der Exodus begann und 1788 galt das Kloster als verlassen. Das, was noch zu holen war, wurde von Plünderern geraubt.

Das Kloster selbst verfiel und wird seit dem 20. Jahrhundert wieder restauriert.

Der touristische Wert der Anlage liegt sicherlich in der Außenansicht sowie der phantastischen Lage des Klosters. Zwar kann man im Inneren einige restaurierte Räume besichtigen, Ausstattungsgegenstände und Kostbarkeiten sucht man allerdings vergebens.

Von Ampuriabrava fahren Sie ca. 25 Kilometer durch eine wirklich traumhafte Landschaft.

Der Abstecher bietet sich insbesondere am späten Nachmittag an. Wer sich im Inneren der Anlage umschauen möchte, sollte jedoch beachten, dass das Kloster um 17.00 Uhr schließt.